Ralph_Boes

Ralph Boes · @Ralph_Boes

25th Oct 2017 from TwitLonger

Christian Raths Motive für "HartzIV-Rebellion" - LÜGENBOYKOTT


Christian Rath erklärt seine Motive für die "HartzIV-Rebellion"auf FB im Thread vom Ralph ( https://www.facebook.com/ralph.boes/posts/1971320959546520?pnref=story). Der verzerrte Artikel in der Berliner Zeitung gibt es natürlich mal wieder nicht wieder!

Auszug:

Sascha Kabbeck:
Eigentlich ist es ja so, das Christian mehr oder weniger in alles hinein geschlittert ist und aus dem Unbewussten heraus vor sich hin plätscherte, bis man ihn wieder an Land zog. Die grundsätzliche Einstellung, nämlich die des Prinzipiellen, ist richtig. Aber hinter der Sache steckte leider so keine richtige Überzeugung! Als banales Beispiel dient es nun aber dennoch.

Und was Conrad hier sagt, ist richtig. Leih -und Zeitarbeit sind die moderne Form der Sklaverei, wunderbar verschleiert. Das Jobcenter dient als Vorhang, damit die Masse nicht sieht, was sich hinter den Kulissen abspielt.

Kein Mensch ist übrigens arbeitslos. Lediglich kommt es darauf an, ob man, nach heutigem Denkschema, für eine Tätigkeit entlohnt wird, oder nicht.

Lohn = Belohnung. Um eine Notwendigkeit zu erledigen, ist diese aber gar nicht nötig. Erst wenn das in den Köpfen aufkeimt, haben wir die Veränderung!


Christian Rath:
Ich hab mich bewusst der Sanktion ausgesetzt. Keine Person hat mich an "Land gezogen" ausser der Herr Jesus Christus persönlich. Nur um das mal klarzustellen. Für meine Überzeugung reicht das aus !
Jette Herm:
Aber letztendlich brauchen wir auch immer andere die uns ein Stück weiterhelfen um wieder selbst aktiv zu werden...das ist bestimmt auch ein kostbare Erfahrung.. künstliche Aktivierung durch Sanktion ist bestimmt nicht christlich.

Christian Rath:
Es ist nicht künstlich. Das stärkt den Glauben. Nur so lasst sich diese Leitung erfahren. Denn wer Jesus Christus nachfolgen will der verleugne sich selbst nehme sein Kreuz auf sich und folge ihm. Das waren seine Worte. Dem setzt ein gewisses Maß, das mir leider erst bei einem Menschen in meinem Leben begegnet ist, an grossem Glauben voraus. Der Menschensohn hatte keinen Platz, wo er sein Haupt hingelegt hat.

Ralph Boes:
Christian Rath Hi Christian - das finde ich schön, dass Du hier mitschreibst ...
Kleine Frage: Hast Du das Gefühl. dass die Zeitung dich richtig wieder gegeben hat?
Was Du HIER schreibst: Da ging es ja wohl weniger um Rebellion als vielmehr um eine Art von Glaubens-Erprobung ...
Und im Rahmen einer solchen Glaubens-Erprobung hast Du ja wohl erst einmal doppelt GEWONNEN: Du hast dein Innerstes gegen den staatlichen Unterwerfungsdruck behauptet - und Sanktionsfrei hat Dich aus der Misere befreit. ... Ist das so richtig?

Christian Rath:
Hallo Ralph. Danke zuerst einmal. Nicht wirklich. Einige Gesichtspunkte die sehr existentiell für mich sind und die eine grosse Rolle für mich spielen, kommen leider gar nicht zur Geltung. Ohne dem Journalisten jetzt böse Absicht unterstellen zu wollen. Vielleicht hab ich mich auch, sagen wir mal, unproffesionell verhalten in puncto Auswahl des herausgebenden "Blattes". Für mich ist diese ganze Medienlandschaft noch ein bisschen Neuland. Noch eins kurz bemerkt. Ich bin wohlauf und mir geht es gut·


Sascha Kabbeck:
Hallo Christian,

meine Worte verstehe nicht als Angriff, mehr als eine Art der Interpretation. Wie du selbst sagst, hat die Zeitung dich nicht so wiedergegegeben, wie du es gedacht hast. Leider ist dem oftmals so. Ich selbst lebe aus voller Überzeugung heraus seit 12 Jahren so und habe diverse Sanktionen und noch andere Schikanen hinnehmen müssen. Bisher treibt mich aber keine Kraft dazu, meinen Entschluss zu revidieren. Im Gegenteil. Jeder Angriff von Seiten der Jobcenter ist für mich der Beweis, das ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Von der Krankheit, bis hin zum persönlichen und familiären Verlust und nun dann zur fast Obdachlosigkeit, habe ich sämtliches Szenario durch. Das einmal als kurzer Einblick in nun meine Welt, welche geprägt ist von diesen Erfahrungen. Als "Veteran" dieser Materie nehme ich mir demnach durchaus das Recht heraus, dann solch anderen Erfahrungen erst einmal mit Skepsis zu begegnen.

Seit einiger Zeit helfe ich auch anderen Beziehern und erkläre mich offiziell als praktizierenden Menschenrechtler und Aktivisten nach den Statuten der AEMR.

Wie Ralph es hier außerdem erklärt, es wirkt bei dir weniger wie eine bewusste Rebellion, sondern mehr dann als persönliche "Passion" aus der inneren Einstellung und der Glaubensprüfung heraus. Was nicht heißen soll, das es unbedingt schlecht ist.

Schön ist aber, das es dir nun wieder besser geht und du dir sogar die Mühe machst auf meinen Kommentar persönlich zu antworten. Das freut mich natürlich.

Ralph Boes:
Hi, lieber Christian - deine Antwort wurde mir erst jetzt von FB gezeigt. Ich habe meine weiteren Fragen oben in den Post hineingeschrieben ...

Christian Rath:
ja so kann man sagen. Folgendes vielleicht ganz wichtiges noch was mir zu diesem Verhalten auch aus Gewissensgründen getrieben hat, ist diese unsagbar grosse Lügerei, die an den Jobcentern praktiziert wird. Der Mitarbeiter lügt den "Kunden" an. Der "Kunde" lügt seinen Sachbearbeiter an. Wahrscheinlich wird an keiner deutschen Behörde soviel gelogen, wie an den Jobcentern. Da habe ich u.a. beschlossen diese grosse Lügerei die da passiert ebenfalls auch ans Licht zu bringen. Die meisten wissen gar nicht was sie sich damit antun. Ich habe diese Lügnerei sowas von satt. Bis auf den heutigen Tag wird sie dort immer noch indoktriniert. Das muss sich ändern.

Ralph Boes:
Da stimme ich Dir absolut zu. Freunde von mir haben eine Bewegung zum Lügenboykott begonnen - Wenn Du willst, dass erzähle ich Dir das - aber telefonisch ...

Christian Rath:
Das hört sich interessant an.

Christian Rath:
Ich werde mich melden.

>> Artikel im Berliner Kurier, der auch gestern in der Berliner Zeitung, S.3 erschien >> https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/der-hartz-rebell-wie-lebt-man-ohne-einen-cent--28638448

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