Ralph_Boes

Ralph Boes · @Ralph_Boes

20th Aug 2017 from TwitLonger

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Sarkasmus-Bewerbung bei Manpower Fahrkartenkontrolle von FriGGa W.


per E-Post
von: Verwaltungsakt Paragraph15SGBII
an: Zeitarbeitsfirma MANPOWER

Bewerbung bei Zeitarbeitsfirma MANPOWER als Fahrkartenkontrolleurin

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau L.,

hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um die Stelle als Fahrkartenkontrolleurin, die ausgeschrieben wurde und über die Jobbörse des Jobcenters mir zukam.

Diese Bewerbung geht parallel auch der BVG zu, da ich es aus Verbraucherschutz- und Arbeitsrechtsgründen sinnvoller finde, ohne zwischengeschaltete Mitverdiener für den Auftraggeber tätig zu werden.

Zeitarbeit im ÖPNV lässt darauf schließen, dass derzeit ein erhöhter Kontrollierbedarf bei der BVG oder S-Bahn festgestellt wurde - was ich auch bestätigen kann als leidernschaftlicher Fahrgast und Prozessbeobachterin meines gesellschaftspolitischen Geschäftspartners Michael F., welcher sich "im Zuge" seines politisches Protests gegen Armutsrenten und zu niedrige Hartz-IV-Regelsätze sowie gegen die jahrhundertealte Tradition der "Kriminalisierung von Armut" regulär ohne Ticket bewegt.
Besonders gern würde ich natürlich im Rahmen meiner neuen Beschäftigung auf Fahrgäste wie Herrn F. treffen und dabei meine umfangreiche Menschenkenntnis zum Einsatz bringen.
Nachdem ich es als diplomierte Physikerin nichtmal im Bildungsbereich geschafft habe, meine Selbständigkeit tragfähig zu gestalten, auch wenn diese gerade auf dem aufsteigenden Ast war bevor mein Arbeitsvermittler mich anfing runterzusanktionieren, ist es für mich eine große Gnade, nun von meinem treusorgende Arbeitsvermittler diese Gelegenheit angeboten zu bekommen.
Mein Arbeitsvermittler hat mich schon erfolglos versucht als Erntehelferin, Bürohilfe, Möbelverkäuferin oder in einen Sexshop zu vermitteln (letzteres ging auch zur Erbauung meines politischen Egos durch die Presse, so dass ich vor der Bundestagswahl als relativ unbekannte parteilose Direktkandidatin nun auch ein Gesicht habe).

Nun freut es mich, dass er mir einmal wieder so gänzlich ohne die leistesten Sanktionsofferten ein Angebot in Ihrem Hause macht.
Soweit ich mich erinnere, habe ich Ihr Haus schon öfter angeschrieben, um mich über Datenschutzthemen zu informieren oder um mich auf andere Zwangszuweisungen zu bewerben.
Aber diesmal ist das doch echt trefflich, dass ich mich freiwillig bewerben darf und das hiermit auch leidenschaftlich gern tue - wie eifrig ich dabei bin, sehen Sie, denn es ist schon gegen Mitternacht, wo ich das hier schreibe ;-)

Bitte laden Sie mich bald ein, denn mein Terminkalender neigt dazu, sich stramm zu verdichten und wenn ich einmal wieder in Honoraraufträgen stecke, bleibt kaum Zeit für eine Vollzeitzusatztätigkeit.
Mein Bewerbungsverfahren um den Job im Bundestag läuft noch akut bis zum 24. September - aber gern können wir die Modalitäten meiner Einstellung als Kontrolleurin jetzt schon verhandeln, auch wenn ich erst Anfang Oktober meine Arbeitskraft in Ihre Dienste stellen könnte.

Mit ehrerbietigsten Grüßen an die Retter der Gescheiterten dank Arbeitsmarktretter Zeitarbeit,
FriGGa Wendt
macht derzeit (Ab)Wahlkampf ihre-spiegelhalter.de
und (erneut) eine Fortbildung in Sarkasmus


P.S.: falls Sie mittels google nicht meine Bewerbungsunterlagen auffinden können, so schicke ich die Ihnen gern vertraulich PGP-verschlüsselt.
Dazu müssten Sie mir Ihren öffentlichen PGP-Schlüssel zeitnah zukommen lassen.
Alternativ möchte ich mich per Post bewerben.
Da ich aber als HartzIV-Betroffene bereits einen zu niedrigen Regelsatz beziehe und zudem auch sanktioniert bin, mein privates weniges Geld aber lieber für Wahl, Kind und andere "Hobbies" ausgebe, muss die Briefmarke per Einschreiben erst von meinem Arbeitsvermitler genehmigt werden. Ich kann aber mein Diplomzeugnis oder andere Dokumente (Lebenslauf usw.) zur Ansicht auch persönlich mitbringen, wenn ich mich in Kürze bei Ihnen vorstellen darf.

Hinweis: diese Bewerbung und auch evtl. folgende Konversationen darüber sind für Sie vertraulich - das heißt ungeachtet meiner Verbreitungen und Veröffentlichungen (selbstverständlich ohne Ihre Namensnennung) dürfen Sie das Schreiben nicht an Dritte - wie z.B. Jobcenter - weitergeben

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