Ralph_Boes

Ralph Boes · @Ralph_Boes

14th Jan 2017 from TwitLonger

Ein Freund schreibt: "Lasst Euch also bitte nicht von diesem Artikel einlullen"


Zum Artikel bei SPIEGELONLINE:
"Alltag in einem Jobcenter "Ich habe Kollegen, da möchte ich nicht Kundin sein""
>> http://www.spiegel.de/karriere/hartz-iv-jobcenter-mitarbeiterin-erzaehlt-vom-alltag-im-arbeitsamt-a-1006626.html
>>
Dieser Artikel ist PROPAGANDA !!!
Er ist eine NEBELKERZE, die die Diskussion auf ein Nebengleis ablenkt
und das Sanktionieren PERSONALISIERT.
Es ist ein beliebtes Mittel durch individualisierte Schilderungen von
systemische Ursachen abzulenken, diese zu verschleiern und in
Scheindiskussionen einzumünden.

Es wird eine Tonspur angeschlagen und eine Fährte ausgelegt, die von
grundsätzlicher Infragestellung von Sanktionen, des dahinter liegenden
Arbeitsbegriffes, verfassungsrechtliche Grundsatzfragen und des
Menschenbild weg leitet.
Der Problemdruck(Bewusstesein) des Lesers wird stattdessen über eine
"Range" von Verhalten der Jobcentermitarbeiter in die Hoffnung und
Erwartung kanalisiert und geleitet, als Kunde auf einen "netten"
Sachbearbeiter zu stoßen.

Das passiert Folgendermassen:
Das allgemeine Unbehagen in der Bevölkerung bzw. des Lesers über die
Jobcenter erfährt durch "zugeben von Problemen" in diesem Artikel, eine
psychologische Entlastung.
Dieser Entlastungsmoment wird wie ein Schwung genutzt um dann die
Aufmerksamkeit auf die Diskussion über nette, weniger oder gar böser
Mitarbeiter des Jobcenters zu lenken.
Somit sind die scheinbaren Schuldigen verortet, und der Unmut(die
Frustrationen) der direkt Betroffenen haben einen prinzipiellen Ort
gefunden, und indirekt oder zukünftig betroffene können darauf hoffen
einen "netten" nicht zu strengen Sachbearbeiter zu finden.
Das gibt dann dem Leser das Gefühl das die Thematisierung solcher
Probleme in der Zeitung, schon der erste schritt zur Besserung seien und
die eigentlichen Probleme bei den Jobcentermitarbeitern lägen und nicht
im System. Die Aussagen der Jobcentermitarbeiterin stützen dieses
Empfinden und die "unsichtbaren" zugrundeliegenden Prämissen und lenken
so von den wahren Ursachen ab.

Lasst Euch also bitte nicht von diesem Artikel einlullen
es gäbe noch sehr viel zu sagen, ...

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